Satzung

Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte

S A T Z U N G

A. NAME, SITZ UND AUFGABEN

§ 1

Der Name der Organisation lautet ”Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte e.V.” (GMrhKG).

§ 2

Die Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte ist ein Gemeinschaftswerk der Kirchenhistoriker und der Freunde der Kirchengeschichte in den Bistümern Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier zur wissenschaftlichen Pflege der regionalen Kirchengeschichte und hat ihren Sitz in Mainz. Sie ist bei dem dortigen Amtsgericht in das Vereinsregister eingetragen.

§ 3

Die Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ”steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung, indem sie wissenschaftlicher Forschung dient. Sie betätigt sich vornehmlich als Forschungsgemeinschaft und Publikationsinstitut und sucht diesen Zweck zu erreichen durch
1. Herausgabe der Schriftenreihe ”Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte” (QAmrhKG).
2. Herausgabe der Zeitschrift ”Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte”. (ArchmrhKG).
3. Förderung der kirchengeschichtlichen Forschung auch durch Erteilung und Finanzierung von Forschungsaufträgen.

Darüber hinaus setzt sie sich als weitere Aufgaben:

4. Die Weckung und Pflege des Interesses für regionale Kirchengeschichte, Kunst und Denkmalpflege,
5. die Förderung kirchengeschichtlich und kirchenrechtsgeschichtlich Interessierter zur Vertiefung und Erweiterung ihres Wissens durch Erwerb akademischer Grade,
6. die Veranstaltung von Vorträgen über regionale Kirchengeschichte,
7. die Abhaltung eigener Lehrgänge für regionale Kirchengeschichte,
8. die Mitarbeit in der Pflege der kirchlichen Archive.

§ 4

Der Forschungs- und Betreuungsraum der Gesellschaft ist das Gebiet der Bistümer Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier in ihrer jetzigen und, soweit es der historische Zusammenhang erforderlich macht, auch in ihrer früheren Ausdehnung, einschließlich des untergegangenen Bistums Worms.

§ 5

Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

B. MITGLIEDSCHAFT

§ 6

Die Gesellschaft gliedert sich in Ehrenmitglieder und Mitglieder.

§ 7

Zu Ehrenmitgliedern können solche Personen ernannt werden, die sich hervorragende Verdienste um die Gesellschaft oder die Erforschung der mittelrheinischen Kirchengeschichte erworben haben.

§ 8

Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden, die bereit sind, die Arbeiten der Gesellschaft zu fördern und den Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Die schriftliche Beitrittserklärung ist an den Geschäftsführer zu richten. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, schriftlich zum Jahresende erklärten Austritt oder durch Entzug auf Beschluß des Verwaltungsrates. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird durch den Verwaltungsrat festgesetzt.

§ 9

Sämtliche Mitglieder haben Stimmrecht bei den Mitgliederversammlungen. Sie erhalten kostenlos das ”Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte”.

C. UNTERGLIEDERUNGEN

§ 10

In jedem der fünf Bistümer bilden die Mitglieder eine Bistumsgruppe, die in ihrem Bereich die in § 3 Satz 4 bis 8 genannten Aufgaben der Gesellschaft wahrnimmt. Die Zugehörigkeit zu einer Bistumsgruppe richtet sich im allgemeinen nach dem Wohnort, unbeschadet des Rechtes auswärtiger Mitglieder, sich einer Bistumsgruppe ihrer Wahl anzuschließen.

§ 11

Die Bistumsgruppen werden von ihren Vizepräsidenten (§ 12) in Zusammenarbeit mit den Ratsherren (§ 13) geleitet. Sie handeln in ihren Angelegenheiten selbständig. Sie erheben keine zusätzlichen Beiträge. Die Finanzierung ihrer Arbeiten erfolgt aus Mitteln der Gesellschaft nach Maßgabe der Beschlüsse des Verwaltungsrates.

§ 12

Die Vizepräsidenten sind die Repräsentanten und Fachvorstände der an der Gesellschaft beteiligten Bistümer. Sie sind geborene Stellvertreter des Präsidenten in ihrem Bistumsbereich und leiten die Bistumsgruppen sowie gemeinsame wissenschaftliche Arbeiten innerhalb ihres Sprengels. Sie werden auf Vorschlag der bischöflichen Ordinariate vom Verwaltungsrat gewählt. Ihre Amtsdauer beträgt fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung ist möglich.

§ 13

Die Ratsherren sind Vertreter der Bistumsgruppen. Jede Bistumsgruppe stellt drei Ratsherren. Diese werden auf Vorschlag des jeweiligen Vizepräsidenten im fünfjährigen Turnus für das Bistum, in dem die ordentliche Mitgliederversammlung stattfindet, von dieser gewählt. Ihre Amtsdauer beträgt fünf Jahre. Wiederwahl ist möglich. Bei vorzeitigem Abgang erfolgt eine Nachwahl auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung für den Rest der Wahlperiode.

D. ORGANE DER GESELLSCHAFT

§ 14

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Verwaltungsrat (VR), die Mitgliederversammlung (MV), die wissenschaftlichen Kommissionen und die Nebenstellen.

1. Der Vorstand

§ 15

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Geschäftsführer und dem Schatzmeister. Er führt im Auftrage des VR und nach dessen Richtlinien die Geschäfte der Gesellschaft. In wichtigen Fällen hat er die Vizepräsidenten hinzuzuziehen.
§ 16

Die Mitglieder des Vorstandes werden vom VR gewählt. Für den Fall ihrer Behinderung bestellt der VR Stellvertreter. Die Amtsdauer des Vorstandes beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist möglich. Bei vorzeitigem Ausscheiden erfolgt eine Neuwahl für den Rest der Amtsperiode.

§ 17

Jede Änderung im Vorstand, auch die erneute Bestellung eines Vorstandsmitgliedes, ist vom Präsidenten oder seinem Stellvertreter zur gerichtlichen Eintragung anzumelden. Der Anmeldung ist eine Abschrift des Sitzungsberichts über die Änderung oder die erneute Bestellung beizufügen.

§ 18

Der Präsident oder sein Stellvertreter vertreten die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich gegenüber allen Behörden und Privatpersonen in allen Angelegenheiten der Gesellschaft, einschließlich derjenigen, die nach den Gesetzen eine besondere Vollmacht erfordern. Innerhalb der Gesellschaft leitet der Präsident die Sitzungen des Vorstandes, des VR sowie der MV und hat das Recht der Einsichtnahme in alle Geschäftsangelegenheiten, einschließlich der Kassengeschäfte. Die Einstellung besoldeter Mitarbeiter und Hilfskräfte bedarf seiner Zustimmung.

§ 19

Der Geschäftsführer besorgt die laufende Verwaltung der Gesellschaft im Rahmen der vom VR erteilten Richtlinien in enger Zusammenarbeit mit den übrigen Vorstandsmitgliedern und den Vizepräsidenten selbständig. Er hat dem VR und der MV jährlich Bericht zu erstatten und ist bei deren Zusammenkünften Protokollführer.

§ 20

Der Schatzmeister führt alle Kassengeschäfte der Gesellschaft im Rahmen der vom VR erteilten Richtlinien selbständig. Er hat dem VR und der MV jährlich Bericht zu erstatten und dem VR einen Haushaltsentwurf vorzulegen.

2. Der Verwaltungsrat (VR)

§ 21

Der VR besteht aus dem Vorstand, einschließlich der Stellvertreter, den fünf Vizepräsidenten, den fünfzehn Ratsherren und den Leitern der Kommissionen und Nebenstellen.

§ 22

Dem VR obliegt die Beratung und Feststellung aller Angelegenheiten, insbesondere des Arbeitsplanes und des Haushaltsplanes der Gesellschaft, die Festsetzung der Höhe des Mitgliederbeitrages, die Ernennung von Ehrenmitgliedern, die Wahl des Vorstandes, der Vizepräsidenten, der Kommissions- und Nebenstellenleiter und der Rechnungsprüfer sowie die Bestimmung des Tagungsortes der ordentlichen Mitgliederversammlungen.

§ 23

Der VR wird vom Präsidenten berufen, sooft die Lage der Geschäfte es erfordert, mindestens jedoch einmal im Jahre, und außerdem dann, wenn drei Mitglieder des VR es beantragen. Die Einladungen erfolgen schriftlich unter Angabe der Zeit und des Ortes der Sitzung sowie der Tagesordnung.

§ 24

Die Sitzungen des VR werden vom Präsidenten geleitet. Zur Beschlußfähigkeit ist die Anwesenheit von elf Mitgliedern, darunter wenigstens einem aus jedem Bistum, zur Gültigkeit der Beschlüsse die Zustimmung der Mehrheit der Anwesenden erforderlich. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Hat eine Versammlung des VR wegen Beschlußunfähigkeit vertagt werden müssen, so ist die nächste ohne Rücksicht auf Zahl und Zusammensetzung der anwesenden Mitglieder beschlußfähig, sofern auf diese Folge in der Einladung ausdrücklich aufmerksam gemacht worden ist.

§ 25

Über die Verhandlungen des VR ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Präsidenten und vom Geschäftsführer zu unterzeichnen ist.

3. Die Mitgliederversammlung (MV)

§ 26

Die MV tritt jährlich einmal an einem vom VR zu bestimmenden wechselnden Ort in wechselndem Bistum zu ihrer ordentlichen Sitzung zusammen.

§ 27

Der Vorstand stellt die Tagesordnung für die MV fest und erläßt eine schriftliche Einladung an alle Mitglieder unter Beifügung der Tagesordnung. Anträge an die MV sind mindestens eine Woche vor der Sitzung schriftlich beim Geschäftsführer einzureichen.

§ 28

Zum Geschäftskreis der MV gehören die Wahl der Ratsherren, die Entgegennahme der Berichte über die Arbeiten des letzten und den Arbeitsplan des nächsten Jahres, die Entlastung des Vorstandes, namentlich des Schatzmeisters hinsichtlich der Rechnung des abgelaufenen Jahres, die Änderung der Satzung, die etwaige Auflösung der Gesellschaft.

§ 29

Außerordentliche Sitzungen, welche in der Regel in Mainz zusammentreten, sind zu berufen, sooft der Vorstand oder der VR dies für erforderlich erachten, oder wenn wenigstens zwanzig Mitglieder unter schriftlicher Angabe des Zweckes und der Gründe dies beantragen.

§ 30

Die Leitung der MV obliegt dem Präsidenten. Alle Mitglieder der Gesellschaft haben in ihr gleiches Stimmrecht. Die juristischen, nicht aber die natürlichen Personen können ihr Stimmrecht durch schriftlich Bevollmächtigte ausüben lassen. Bei Verhandlungen über die Entlastung des Vorstandes ruht das Stimmrecht der Vorstandsmitglieder.

§ 31

Zur Beschlußfähigkeit der MV ist die Anwesenheit von 30 stimmberechtigten Personen einschließlich der Verwaltungsratsmitglieder erforderlich. Bei Beschlußunfähigkeit ist binnen sechs Wochen eine neue Versammlung zu berufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlußfähig ist, sofern auf diese Folge in der Einladung ausdrücklich hingewiesen ist. Die Versammlung beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Änderungen der Satzung und die Auflösung der Gesellschaft können nur mit Zustimmung von drei Vierteilen der Anwesenden beschlossen werden. Über die Form der Abstimmung (Aufstehen, Sitzenbleiben, Handaufheben, Zuruf, Stimmzettel) entscheidet die Versammlung.

§ 32

Über die Verhandlungen der MV ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Präsidenten und vom Geschäftsführer zu unterzeichnen ist.

4. Wissenschaftliche Kommissionen und Nebenstellen

§ 33

Selbständige größere, befristete und fortdauernde wissenschaftliche Arbeiten der Gesellschaft können besonderen Kommissionen übertragen werden. Diese werden vom VR eingesetzt. Bei interdiözesanen Arbeiten ist die Zustimmung der Vizepräsidenten der betroffenen Bistumsgruppen erforderlich.

§ 34

Die Leiter der Kommissionen werden vom VR für die Dauer von vier Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich.

§ 35

Der VR bestimmt jährlich, welche finanziellen Mittel den einzelnen Kommissionen zur Durchführung ihrer Arbeiten zur Verfügung stehen und deren Verwendung. Im übrigen verwalten die Kommissionen ihre Geschäfte im Rahmen der ihnen vom VR erteilten Richtlinien in Zusammenarbeit mit dem Vorstand selbständig. Sie bestellen ihre Mit- und Hilfsarbeiter selbst; für die Einstellung besoldeter Mitarbeiter ist die Zustimmung des Präsidenten erforderlich. Die Kommissionsleiter erstatten dem VR und der MV jährlich Bericht und sind dem VR gegenüber für alle Arbeiten verantwortlich. Die Kassengeschäfte führt der Schatzmeister der Gesellschaft.

§ 36

Für die Abwicklung einzelner Geschäfte der Gesellschaft, insbesondere für die Verwaltung der Veröffentlichungen und für die Einziehung der Mitgliederbeiträge können Nebenstellen eingerichtet werden. Diese haben die Rechtsstellung der Kommissionen.

E. KASSEN- UND RECHNUNGSWESEN

§ 37

Das Geschäftsjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.

§ 38

Der am Ende des Geschäftsjahres vom Schatzmeister zu erstellende Kassenbericht wird von zwei Kassenprüfern, die vom VR auf vier Jahre gewählt werden, überprüft. Über das Ergebnis ist dem VR und der nächsten ordentlichen MV von einem der Prüfer zu berichten.

F. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 40

Änderungen der Satzung bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Eintragung in das Vereinsregister.

§ 41

Im Falle der Auflösung der Gesellschaft wird deren Vermögen gleichmäßig an die Bistümer Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier verteilt, welche den ihnen zugefallenen Vermögensanteil der Gesellschaft ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden haben.

Die Eintragung der Satzung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Mainz erfolgte unter Nr. 14/ VR 969.